The big C

The Big C

The big C … und jetzt ich.

Diagnose Krebs

Um diesen Blogeintrag schreiben zu können, muss ich mir zuerst einmal die Tränen aus den Augen wischen und aufhören zu schluchzen. Typische Reaktionen von mir, wenn ich emotionale Filme oder Serien schaue – so ist es auch diesmal.

Vor einiger Zeit habe ich The Big C entdeckt, verschlungen und lieben gelernt.

Obwohl es keine typische Comedy ist, konnte ich ein herzhaftes Lachen oft nicht unterdrücken und obwohl es auch keine typische Tragödie ist, konnte ich mir ebenso wenig das tiefe Schluchzen und die ein oder andere Träne verkneifen. Wahrscheinlich trifft der begriff  Dramedy hier genau ins Schwarze.

Erzählt wird die Geschichte von Cathy Jamison, Vorstadt-Ehefrau-Mutter-Lehrerin, deren geordnetes Leben komplett aus den Fugen gerät, als man bei ihr Hautkrebs, im weit fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Wo bleibt bei diesem Setting Platz für Witz und Lustigkeit, kann man sich jetzt fragen … es ist die Art wie Cathy (wundervoll und Golden Globe-gekrönt gespielt von Laura Linney) mit dieser infausten Diagnose umgeht. Wie sie auf einmal versucht, das Leben in vollen Zügen zu genießen, damit aneckt, skurrile Situationen schafft und ihre Mitmenschen in den Wahnsinn treibt.

Es entsteht ein Zauber voller Lebensfreude, voller Lebensdurst, der auf den Zuschauer überspringt und ihn in seinen Bann zieht.

Gleichzeitig schafft es Darlene Hunt, ihre Zuschauer um Antworten zu ringen, auf Fragen, die man sich einfach nicht gern stellt: Wie würde ich mit so einer Diagnose umgehen? Würde ich es meiner Familie sagen, oder versuchen ein relativ normales „Restleben“ zu führen, in dem ich es für mich behalte? Würde ich alles hinwerfen? Weiter machen wie bisher? Wie würde ich reagieren, wenn meine Mutter eines Tages am Tisch sitzen würde um mir mitzuteilen, ihre Tage seien gezählt?

Unbequeme Fragen, auf die sich pauschal keine Antworten finden lassen.

Vielleicht liegt meine Faszination für diese Serie darin begründet, dass der Krebs in meiner Familie schon mehr als einmal ein Thema war. Und trotzdem, nein, gerade wegen der atemberaubenden Gefühlsachterbahn, feinsinnig erzählt, tiefgründig dargestellt, ohne durch künstliche Theatralik zu beschweren – gehört diese Serie definitiv zu meinen neuen Lieblingen.

Und heute am Weltkrebstag ist genau der richtige Augenblick euch die Serie ans Herz zu legen.

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